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EFES NEWSLETTER - MAI 2026
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Partylaune
in Kanada…
...
und chaotische Zustände im Vereinigten Königreich
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In
Kanada gibt es Grund zum Feiern. Die Regierung
unter Premierminister Mark Carney hat nämlich den
Beschluss gefasst, die steuerlichen Anreize zur Förderung
von Mitarbeiterbeteiligungs-Trusts dauerhaft zu verankern.
Dies hat zur Folge, dass die Zahl der Unternehmensübergaben
an die Belegschaft in Kanada ein für alle Mal steigen
wird – genau wie zuvor in den USA und seit 2014 auch
im Vereinigten Königreich.
Ermöglicht
wird dies durch das Trust-Modell. Der Trust steht
für das Eigentum der Mitarbeitergemeinschaft des Unternehmens.
Diese Gemeinschaft wird zur Eigentümerin des Unternehmens,
ohne dass die Mitarbeitenden einen Cent aus eigener
Tasche investieren müssen. Das Ganze läuft über einen
Kreditverkauf. Üblicherweise ist es der Verkäufer
des Unternehmens, der dem Mitarbeiter-Trust einen
Kredit gewährt, der als „Verkäuferdarlehen“ bezeichnet
wird. Der Verkäufer des Unternehmens ist damit einverstanden,
die Zahlung des Kaufpreises über einen bestimmten
Zeitraum zu strecken, in der Regel über fünf bis sieben
Jahre. Als Eigentümer kann der Trust die Gewinne des
Unternehmens zur Rückzahlung des Darlehens an den
Verkäufer verwenden.
Weshalb erklärt sich der Verkäufer mit dieser Zahlungsfrist
einverstanden? Weil der steuerliche Anreiz den Verkäufer
von der Steuer auf den Verkauf des Unternehmens an
den Mitarbeiter-Trust befreit. Und damit hat sich
der Kreis geschlossen. Im Endeffekt sind die Mitarbeitenden
des Unternehmens die wichtigsten Nutznießer des dem
Verkäufer gewährten steuerfreien Verkaufserlöses.
Im Vereinigten Königreich ist es mit der Partylaune
vorbei. Bereits seit fast sechs Monaten herrscht
Verwirrung. Die Regierung unter Finanzministerin Rachel
Reeves hat beschlossen, den Verkauf von Unternehmen
an die Mitarbeitenden wieder zu besteuern. So beträgt
die Steuererleichterung auf den Verkaufserlös nun
nicht mehr 100 %, sondern nur noch 50 %, also die
Hälfte.
Dies hat zur Folge, dass der Kreditmechanismus für
die gestaffelte Zahlung wesentlich komplizierter oder
gar unmöglich geworden ist. Zahlreiche Eigentümer
haben sich entschieden, nicht an Mitarbeitende zu
verkaufen. Die Zahl der an Mitarbeitende übertragenen
Unternehmen ist über Nacht drastisch gesunken. Jüngste
Erkenntnisse deuten darauf hin, dass wir uns auf ein
neues Gleichgewicht zubewegen: Vor der Entscheidung
von Frau Reeves wurden 100 Unternehmen an Mitarbeitende
übertragen; nun werden es nur noch 50 sein, also die
Hälfte dieser Zahl oder sogar etwas weniger. Anstatt
dass 8 % sämtlicher Unternehmensübertragungen vor
Frau Reeves’ Maßnahme an Mitarbeiter gingen, werden
es künftig nur noch 3 oder 4 % sein (siehe Grafik).
Welche Motive Frau Reeves in diesem Durcheinander
antreiben, bleibt unklar – eine Mischung aus ideologischen
Launen und Eigeninteressen, nichts Handfestes. Und
die Konsequenzen sind mannigfaltig. Darauf kommen
wir gleich noch zurück. Fest steht, dass die Mitarbeitenden
letztlich die größten Verlierer der von der Regierung
von Frau Reeves angestrebten Neubesteuerung sind.
Um diese britische Katastrophe abzuwenden, gibt
es nur einen Weg. ie Wiedereinführung der
100-prozentigen Steuerbefreiung für Kapitalgewinne
aus dem Verkauf eines Unternehmens an einen Employee
Ownership Trust ist ein absolutes Muss.
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Presseschau
Eine
Auswahl von 29 bemerkenswerten Artikeln in 10 Ländern im
April 2026: Kanada, Tschechien, Frankreich, Italien, Niederlande,
Norwegen, Slowenien, Schweden, Großbritannien, USA.
Canada:
Celebration in Canada, historic decision by the Canadian
government.
Czechia: The Czech Republic is one of the main hubs
in Europe for the startup lobby.
France: In the North, there was the democratization
of the economy. Business transmission to a workers’ cooperative.
New plan for Technip Energy. The accountants advocating
for employee share ownership.
Italy: New employee share plans in the works for
Poste Italiane and for Intesa SanPaolo.
Netherlands: Winstdelen.com offers specialist advice
for employee share ownership.
Norway: Multiconsult's 4,000 employees are the Group's
largest shareholder.
Slovenia: A census of employee ownership in Slovenia
and promises of a great future.
Sweden: In Sweden, employee ownership is mainly a
matter of political science and the study of what does not
exist.
UK: Following Ms Reeves’ attack, the market of business
transmissions to employees hasn’t died but activity is definitely
more subdued.
USA: Some new ESOP tales.
Den
vollständigen Presseüberblick erhalten Sie unter:
https://www.efesonline.org/PRESS
REVIEW/2026/April.htm
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A
political roadmap for employee ownership in Europe
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